Die Fragebogenaktion: Ziel und Rücklauf

    Altersverteilung

    Die Fragebogenaktion wendete sich nicht nur an haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende der Caritas,
    sondern explizit auch an Klienten, Patienten und Bewohner sowie interessierte Bürger. Von den rund 2.600 eingegangenen Bögen konnten etwa 2.400 in die Auswertung einbezogen werden.

    Mit 1.516 Rückläufen von Frauen stellen sie 68 Prozent der Antwortenden. Demgegenüber beteiligten sich 727 Männer. Dies spiegelt den hohen Anteil von Mitarbeiterinnen in den Diensten und Einrichtungen der Caritas wider.

    Gefragt wurde auch, in welcher Beziehung die Befragten zur Caritas stehen. Erwartungsgemäß haben überwiegend hauptamtliche Mitarbeitende geantwortet gefolgt von den Ehrenamtlichen. Immerhin wurden sechs Prozent der Fragebögen von Kooperationspartnern und neun Prozent von Klienten eingesandt.

    In der Altersverteilung dominiert die Gruppe der 45- bis 55jährigen mit knapp 32 Prozent gefolgt von den 55- bis unter 67jährigen mit 27 Prozent. Der erste Fragenkomplex beschäftigte sich mit der Einschätzung, wie intensiv sich die Caritas in Zukunft um einzelne Zielgruppen kümmern sollte. Auffällig ist, dass die klassischen Zielgruppen wie Arbeitslose und Schuldner in der Rangfolge am Ende stehen.

    Das könnte daran liegen, dass die größte Zahl der antwortenden Mitarbeitenden in der Alten- und Behindertenhilfe tätig ist. Wenn man diesen „Berufsgruppeneffekt“ statistisch herausrechnet, wird deutlich, dass dieses Ergebnis durchaus diskussionswürdig ist. Denn selbst die Mitarbeitenden aus den Arbeitsfeldern der Armut und Existenzsicherung schätzen andere Zielgruppen wie Kranke und Menschen mit Behinderungen für die Zukunft als wichtiger ein. Könnte die Caritas also künftig ihre klassischen Zielgruppen verlieren?

    Aus den Zahlenreihen ergibt sich eine weitere wichtige Erkenntnis: Je jünger die Antwortenden sind, desto unwichtiger erscheinen ihnen die Zielgruppen Arme, Arbeitslose und Schuldner. Derzeit werden auch einsame Menschen als wenig bedeutend eingeschätzt. Damit konnten drei wichtige Themen identifiziert werden, die in den Diskussionen der Workshops angesprochen werden sollten.