„Es gibt nicht den Jugendlichen“

    Kerstin Stegemann

    Interview mit Kerstin Stegemann

    Frau Stegemann, was bewegt Jugendliche heute?
    Stegemann: Es gibt nicht den Jugendlichen. Aber man kann sagen, dass die meisten ein hohes Interesse am Thema „Soziale Gerechtigkeit“ haben. Das sehen wir aktuell vor allem auch beim Thema Flüchtlinge.

    Lassen sich junge Menschen durch Kirche heute noch bewegen?
    Stegemann: Sie haben heute einen anderen Zugang. Wichtig ist aber, dass sie die Werte nach wie vor teilen und sich mit den Inhalten identifizieren können. Jugendarbeit der Kirche bleibt vor Ort wichtig, wir sehen das an den Mitgliederzahlen. Die bleiben stabil.

    Wie sieht junges Engagement aus?
    Stegemann: Jugendliche wollen keinen riesigen Aufgabenkatalog, den sie abarbeiten. Aber klar abgegrenzt geht gut. Dann machen sie einfach mal und probieren auch aus. In der Regel ist da viel  gesunder Menschenverstand dabei, da muss man sich keine Sorgen machen.

    Haben die Jugendlichen in ihrem Engagement Wünsche an uns in der Caritas?
    Stegemann: Die Themen sollten klar benannt werden. Ansonsten haben sie schon ein gutes Verständnis für andere und wissen ziemlich gut, was gebraucht wird.