Innovativ und unternehmerisch handeln

    5_Innovativ und unternehmerisch denken

    Spots aus der Befragung

    • Als besonders innovationsfähig schätzen die Befragen die Arbeitsfelder Altenhilfe/ambulante Pflege (56 Prozent), Jugend- und Familienhilfe (54 Prozent) und Behindertenhilfe (49 Prozent) ein.
    • Über 40 Prozent der Antwortenden sehen die Caritas als wirtschaftlich erfolgreich an.
    • In allen Bereichen der Caritas wird ein Wachstum erwartet trotz großer Skepsis, was Finanzen sowie Gewinnung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern und Finanzen angeht.

    Interview-Spots
    Prof. Dr. Annette Zimmer
    Politikwissenschaft, WWU Münster

    • Caritas sollte an ihre Tradition anknüpfen, sozial und unternehmerisch agieren.
    • Die Ursprungsidee ist in der Diskussion um Sozialmarketing in den Hintergrund gerückt.
    • Durch Einbindung von Bürgern oder Genossenschaften in Projekte anstelle von Großinvestoren sollte Caritas wieder mehr „gemeinwirtschaftlich“ agieren.
    • Im Inneren sollte Innovationspotential dazu genutzt werden, ein guter Arbeitgeber zu sein.

    Spots aus den Table-Sessions
    These 1: 2025 werden Organisationen der Caritas innovativ und (sozial-)unternehmerisch erfolgreich sein, dadurch dass…

    • …sie eine größere Vielfalt an Mitarbeitenden gewonnen und ihr interkulturelles Angebot erweitert haben.
    • …sie innovationshemmende Überregulierung abgebaut haben.
    • …sie durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit Unterstützer für ihre Arbeit gewonnen haben.
    • …der Zugang zu ihren Beratungsdiensten auf vielen Wegen offen ist: aufsuchend, online, per App oder Telefon.
    • …Strukturen gelockert sind, um Freiräume zu schaffen.

    These 2: In folgenden Arbeitsbereichen der Caritas sehe ich heute folgende konkrete Entwicklungsbedarfe und -potenziale:

    • In allen Bereichen kann Innovation nur aus der Arbeit selbst entstehen, sie kann nicht verordnet oder delegiert werden. Dazu bedarf es einer flachen Hierarchie.
    • Das Bistum sollte Risikokapital zur Verfügung stellen, um Innovationen anzuschieben
    • Ein organisierter Wissenstransfer sollte organisiert werden.
    • Innovationen sollten aus kleinen Projekten erwachsen.
    • Die Nachhaltigkeit von Projekten sollte gefördert werden.
    • Fachliche, pädagogische und unternehmerische Ansätze sollten gebündelt werden.

    Spots aus der Kreativ-Session
    Aktionsideen, Projekte, Praxisoptimierung, kleine Innovationen…

    • Kooperation mit der Wirtschaft zum Beispiel im Bereich Sucht, Jugendhilfe
    • Innovationsplattform zur Veröffentlichung
    • (Anonymer) Ideenbriefkasten
    • Perspektivwechsel durch interne Praktika ermöglichen (besseres Verständnis für Caritas-Auftrag)
    • Neue Märkte erkennen
    • Praxisbegleitende Studiengänge unterstützen
    • Projekt: Neue Lebensformen für älter werdende Menschen
    • Fittness- und Wellnessraum zur Akquise von Mitarbeitenden
    • Kreativräume schaffen und ausstatten
    • Zirkusprojekt im Team/Teambildung
    • Zeit für Innovationen im Dienstplan festlegen
    • Aufbau von drei Elektrotankstellen und erste Umrüstung auf Elektro-Dienstfahrzeuge
    • Hierarchien aufbrechen: Ideen der Mitarbeitenden aufgreifen und fördern
    • Innovationslabor mit Kicker, Kaffeemaschine, Liba-Cola-Kühlschrank…
    • Projektentwickler/innen einstellen
    • Innovationscamp: Neue Dienstleistungen entwickeln und außerhalb der eigenen Organisation ausprobieren
    • Außerhalb von Kostenstellen denken
    • Arbeitsplatztausch für begrenzte Zeit innerhalb der Caritas
    • Stabsstelle „Innovation“
    • Zehn Prozent der Arbeitszeit aufwenden für die Entwicklung von Ideen
    • Große Projekte über Trägergrenzen hinweg gemeinsam realisieren
    • 100.000-Euro-Award für ein umgesetztes Konzept zur sozialen Arbeit eines lokalen Unternehmens, vergeben von Caritas-Jury